Die Wahrheit ist: Seller verlieren – und zwar massiv. Sie wollen Meetings landen, schaffen es aber nicht, weil sie nicht mal wissen, wie man eine starke cold email first line schreibt.

Und hier geht’s nicht nur um irgendeinen opener. Es geht darum, wie Du die Aufmerksamkeit Deiner Prospects bekommst.

Denk mal eine Minute drüber nach: Jemand will etwas verkaufen, weiß aber nicht, wie er eine E-Mail anfangen soll, damit sie überhaupt gelesen wird. Traurig – aber keine Sorge: Dieser Artikel richtet das.

Zusammenfassung dieses Artikels

  1. So passt Du Deine cold email first lines an volle Inboxes an
  2. „Cold email first line“ hat viele Synonyme
  3. 5 Tipps für bessere cold email first lines (mit Beispielen)

Die neue Realität von Cold Email und personalisierten First Lines

Das ist der praktischste Tipp, den ich Dir geben kann: Ändere Deine Sicht auf die Realität – und Du gewinnst.

Was das heißt:

Sieh Deine opening line wie einen TikTok-Hook: Du hast ungefähr 2 Sekunden, um Aufmerksamkeit zu ziehen, bevor sie in der Inbox zum nächsten Ding weiterwischen.

Der Kampf um Aufmerksamkeit ist härter denn je – und Deine erste Zeile ist Deine Munition.

Verschieß sie nicht, denn:

  • Prospects werden jünger, digitaler und erkennen Sales-Taktiken schneller
  • Social Media trainiert sie darauf, in Sekundenbruchteilen zu entscheiden, ob etwas relevant ist
  • E-Mail-Previews funktionieren wie Video-Thumbnails – entweder sie ziehen rein oder sie werden ignoriert

Was viele übersehen: Marketing verändert sich nicht nur ständig – es verändert sich schneller als je zuvor.

Was 2020 funktioniert hat, konntest Du 2021 oft schon vergessen. Und 2025 siehst Du, wie Taktiken praktisch jedes Quartal veralten – und unvorbereitete Seller bleiben auf der Strecke.

Cold email is always changing like any other marketing tactic
Cold email is always changing like any other marketing tactic

Cold Email First Line, Cold Email Opener, … – sie meinen alle das Gleiche

Die einen sagen cold email first line, andere cold email opening line, manche nennen es icebreaker, wieder andere intro line – gemeint ist immer dasselbe: der erste Satz Deiner cold email, also die Zeile nach „Hi“, „Hello“ usw.

Cold email icebreaker = Cold email first line = Cold email opener = Cold email intro

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📘 Gut zu wissen

Die cold email first line wird auch im Preview-Text von Gmail, Apple Mail, Outlook und anderen E-Mail-Apps angezeigt.

Die verschiedenen Arten von Cold Email First Lines

Auch wenn cold email first lines, cold email icebreakers usw. das Gleiche bedeuten, gibt es Unterschiede in Umsetzung und Einordnung:

  • Observation-based: Du beziehst Dich auf etwas Konkretes, das Dir beim Prospect oder im Unternehmen aufgefallen ist
  • Signal-based: Du greifst ein Trigger-Event auf, z. B. Funding, Hiring oder Produktlaunches
  • Question-led: Du startest mit einer Frage, die auf einen Pain Point zielt
  • Problem-led: Du sprichst direkt ein Problem an, das der Prospect sehr wahrscheinlich hat

Eine cold email first line kann mehrere Zwecke erfüllen:

  • Hook: Sofort Aufmerksamkeit ziehen – trotz überfüllter Inbox
  • Value proposition: Den Nutzen für den Prospect direkt klar machen
  • Complete message: Manchmal ist es (bei ultra-kurz) fast schon die ganze E-Mail

Cold email first lines unterscheiden sich auch im Personalisierungsgrad:

  • Generic: One-size-fits-all, ohne Anpassung
  • Semi-personalized: Auf ein Segment zugeschnitten, nicht auf die einzelne Person
  • Highly personalized: Für genau diese Person geschrieben – auf Basis echter Recherche

Ich nutze am liebsten highly personalized cold email first lines. Wenn ich nicht sinnvoll personalisieren kann, gehe ich auf semi-personalized (nur bei ICPs) – sonst würde ich die E-Mail gar nicht erst schicken.

5 Tipps für bessere Cold Email First Lines (mit Beispielen)

Kurzer Hinweis vorab: Cold email ist ein sehr generisches Thema. Was bei SaaS funktioniert, kann bei Retail komplett danebenliegen – und umgekehrt. Denk immer customer-first und wende Dinge im Kontext an, nicht weil irgendein Typ (ich) im Internet gesagt hat, dass es klappt.

Diese Tipps schauen wir uns an:

  1. Segmentiere Deine Liste und schreibe pro Segment personalisierte First Lines
  2. Nutze Infos, die Du nicht in Standard-Datenbanken findest
  3. Nimm alte Methoden und dreh sie neu
  4. Nicht jedes Signal verdient Deine erste Zeile
  5. Kürzer als ein Wimpernschlag

Grundregel für Cold Email First Lines: Think customer-first

„Think customer-first“ hörst Du von Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und tausenden anderen erfolgreichen Gründer:innen. Viele denken dann: „Die verstecken nur die echten Secrets.“ Tun sie nicht – sobald Du es wirklich anwendest, merkst Du, wie viel einfacher alles wird.

Wenn Du mehr über grundlegende Cold-Email-Regeln lernen willst, klick hier 👈🏽

1. Segmentiere Deine Liste und schreibe pro Segment personalisierte First Lines

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Denk in Mini-Kampagnen, die Du an eine kleine Gruppe von Prospects schickst. Beispiel: Nimm eine Liste mit 1.000 Founder:innen und teile sie in 1st-time und 2nd-time founders auf. Dann schickst Du pro Gruppe eine personalisierte first line – basierend auf dem, was Du über diese Gruppe weißt und wie das zu Deinem Produkt passt.

Wichtig: Gruppiere Prospects nur nach sinnvollen Merkmalen, zum Beispiel:

  • Erfahrungslevel
  • Branche/Vertical
  • Unternehmensgröße
  • Growth-Stage
  • … und mehr

Dann schreibst Du gezielte first lines, die genau die Herausforderungen des Segments treffen. Beispiel, wenn Du eine Plattform für Financial Management verkaufst:

First-time founders:

Hi Habib, other first-time founders use X to manage their runway to last 18+ months, could I send you a quick demo?

Serial founders:

Hi Habib, you know it better than me: Financial forecasting gets complex with scale. Can I show you how X helps other serial founders automate this?

Dieser Ansatz bringt Dir deutlich höhere Reply-Rates als generische first lines – weil jedes Segment eine Zeile bekommt, die zur eigenen Situation passt.

💡 Execution Tip

Wenn Du mit Datablist LinkedIn profiles scrapest, kannst Du mehrere Work-Experiences sammeln und diese Datenpunkte nutzen, um personalized opening lines in Scale zu erstellen.

2. Nutze Infos, die Du nicht in Standard-Datenbanken findest

Merke Dir: Eine cold email first line muss durch den Lärm schneiden – aka durch die 30 Newsletter-Mails, die Dein Prospect jeden Tag bekommt. Hier ist ein Beispiel, das ich gern nutze:

Stell Dir vor, Du recherchierst, wie viele Standorte ein Manufacturing-Unternehmen hat, und baust Deine erste Zeile genau darauf auf. Diese Detailtiefe zeigt: Du hast Deine Hausaufgaben gemacht. Und es muss nicht mal Standort-Recherche sein – Du kannst genauso gut ansetzen bei:

  • neuen Produktlaunches
  • Media Mentions
  • branchenspezifischen Challenges
  • … und mehr

So setzt Du die Idee in Deinem Workflow um:

  1. Nimm ein Tool, mit dem Du Research für 1000s Accounts automatisch laufen lassen kannst, z. B. Datablist
  2. Lass Research auf Basis von custom insights laufen, die Du über Deine Prospects brauchst
  3. Nutze ChatGPT, um first lines in Scale zu personalisieren

Beispiel für eine starke first line mit einzigartigen Infos:

Hi Habib, 7 new production sites in just 18 months, that's not for the weak. Neither is our inventory management system with real-time synchronization, do you mind if I send you an uncut demo video showing it?

Wenn Du solche research-basierten first lines nutzt, wirst Du deutlich bessere Response Rates sehen als mit den generischen Standards, die Deine Wettbewerber verschicken.

💡 Quick Fact About Personalizing First Lines

Du musst nicht zwingend etwas zum Account erwähnen. Du kannst z. B. auch herausfinden, ob der Lead irgendwo in Medien erwähnt wurde.

Datablist AI Agent

3. Nimm alte Methoden und dreh sie neu

Alte Methoden sind nicht automatisch schlecht. Sie werden nur so lange overused, bis niemand mehr darauf reagiert.

👉🏽 Check unseren Artikel zu Gründen, warum Leute nicht auf cold emails antworten

Vor 2–3 Jahren hättest Du geschrieben: „I saw you are hiring a developer“ – und hättest damit Deals gemacht, weil damals noch kaum jemand Job-Listings gescraped hat. Heute macht’s jeder. Genau deshalb musst Du manche Dinge neu denken.

Der Schlüssel: Nimm klassische Ansätze und gib ihnen einen Twist, damit sie wieder auffallen. So modernisierst Du ausgelutschte Cold-Email-Taktiken:

  • Mehr Spezifität – Details rein, die echten Aufwand und Recherche zeigen
  • Urgency – eine zeitkritische Chance oder ein klares „Warum jetzt?“
  • Resultate – lieber Outcomes als Features/Möglichkeiten

Wenn Du Recruiter bist, könntest Du zum Beispiel schreiben:

Hi Habib - About the job listing for the warm and friendly, backend developer I saw on LinkedIn, is this position already filled?

The reason for my question is: We collaborated with X recently to help them find 2 full-stack developers who are not just fast in coding but also culturally competent.

Creating a funny cold email personalization

Merke Dir: Die besten cold email first lines sind nicht die, die alle anderen auch schicken.

4. Nicht jedes Signal verdient Deine erste Zeile

Nutze nur Signals, die wirklich auf Bedarf hindeuten – z. B. Funding, Headcount Growth oder Produktlaunches. Diese Signals deuten auf Pain Points oder Growth-Opportunities hin, die Deine Lösung adressieren kann.

Wenn Du Signals in Deine cold email first lines einbaust, nimm die, die direkt zu Deiner value proposition passen. Beispiele:

• Funding announcements → Bedarf an Tools für Budget- und Ressourcenplanung

• New leadership → Bedarf an Team- und Prozess-Management

• Geographic expansion → Bedarf an skalierbarer Infrastruktur

• Product launches → Bedarf an Marketing Automation

Wenn sie zum Beispiel Sales-Reps einstellen, kannst Du erwähnen, wie Du ihnen hilfst, mehr Pipeline pro Rep zu generieren:

Hi Habib, if you could make your current reps generate 30% more pipeline, would you still be hiring? {pitch}

Verlass Dich nicht auf generische Beobachtungen wie „I saw your LinkedIn post“ oder „congrats on the new role“. Geh tiefer – und verbinde das Signal mit einer konkreten value proposition.

5. Kürzer als ein Wimpernschlag

Short and concise email first lines win
Short and concise email first lines win

Ich halte diesen Part so kurz wie meine cold emails. Hier sind die Regeln:

  • Lass alles weg, was nicht sofort relevant für den Bedarf Deines Prospects ist.
  • Bring die value proposition in < 20 Wörter.
  • Fokus auf ihren Pain Point, nicht auf Deine Company-Details.
  • Jedes Wort muss sich seinen Platz verdienen.

Starkes Beispiel für eine kurze opening line:

Hi Habib - If we proof that Datablist cuts your data enrichment costs by 50% would you be open to speak?

Ein schlechtes Beispiel wäre:

Hello, my name is Habib. I am representing Datablist. Datablist is specialized in data cleaning, enrichment, and automation. We can help you to clean, enrich, and automate data processes. Our platform is....

Das ist nicht mal ein icebreaker – das ist ein Desaster.

Fazit

Cold email first line, icebreaker oder opening line – egal, wie Du’s nennst: Wichtig ist, dass Du es richtig machst. Mit einer personalisierten, aufmerksamkeitsstarken Zeile, die customer-first denkt und gleichzeitig knapp bleibt – so wie in den Beispielen aus diesem Artikel.

Häufige Fragen zu Cold Email First Lines

Was ist die beste Cold Email First Line?

Die beste cold email first line ist relevant, schneidet durch den Lärm, streicht alles Unnötige und macht klar, welchen Wert Du liefern kannst. Das spart dem Prospect Zeit – und steigert Conversions.

Welche Tools helfen mir bei personalisierten Cold Email First Lines?

Tools wie Datablist helfen Dir, personalisierte cold email first lines automatisch pro Prospect zu erstellen – und die Daten zu sammeln, die Du fürs Personalisieren brauchst. So brauchst Du weniger Tools und kannst Workflows viel einfacher automatisieren.

Wie schreibe ich personalisierte Cold Email First Lines?

Der effizienteste Weg, personalisierte cold email first lines in Scale zu schreiben: Recherchiere etwas über den Empfänger und nutze AI, um daraus eine passende opening line zu machen. Hier ist der Workflow vereinfacht:

  1. Wähle ein Tool, mit dem Du Research für 1000s Prospects automatisch laufen lassen kannst, z. B. Datablist.
  2. Lass Research auf Basis von custom insights laufen, die Du über Deine Prospects brauchst
  3. Nutze ChatGPT, um first lines in Scale zu personalisieren

Was bedeutet Cold Email Personalization?

Cold email personalization bedeutet, Elemente in die cold email einzubauen, die auf den Empfänger zugeschnitten sind. Du kannst für ein Segment personalisieren, für ein Unternehmen oder für eine konkrete Person.

Was ist eine Cold Email First Line?

Eine cold email first line ist der erste Satz (oder die erste Phrase) einer cold email. Ziel: Aufmerksamkeit gewinnen und den Empfänger dazu bringen, weiterzulesen. Sie setzt den Ton für die gesamte E-Mail und kann Deine Response Rates massiv beeinflussen.