Daten veralten. Unternehmen schließen, werden übernommen oder machen ein Rebranding. Wenn Dein CRM oder Deine Prospect-Liste monatelang unangetastet bleibt, wird sie schnell unbrauchbar.
Du verschickst E-Mails, die bouncen. Du rufst Nummern an, die es nicht mehr gibt. Du verschwendest Zeit mit Firmen, die längst dichtgemacht haben.
Ob eine Website noch live ist, ist der schnellste Proxy dafür, ob ein Unternehmen überhaupt noch existiert. Eine aktive Website heißt meistens: aktives Business. Eine geparkte Domain oder ein 404-Fehler: da stimmt was nicht.
Wir prüfen jetzt eine Company-Liste mit dem „Website Status & Parked Domain Checker“. Das Tool testet jede URL und zeigt Dir ganz genau, was mit ihr passiert.
Was der Website Status Checker macht
Der Website Status Checker analysiert jede URL in Deiner Liste. Er ruft die Seite auf und liefert verwertbare Ergebnisse:
- Online: Die Website funktioniert.
- Redirected: Die Firma hat die Domain gewechselt (z. B. nach einem Rebranding).
- Parked: Die Domain ist abgelaufen oder steht zum Verkauf. Das Unternehmen ist sehr wahrscheinlich nicht mehr aktiv.
- Unreachable: Server nicht erreichbar oder Domain existiert nicht.
Zusätzlich bekommst Du den HTTP Status Code (z. B. 404 oder 503), die weitergeleitete URL sowie den Page Title. Das hilft, Platzhalter- oder Parking-Seiten schnell zu erkennen.
Schritt-für-Schritt: Websites in Bulk prüfen
Schritt 1: Daten importieren
Öffne Datablist und lege eine neue Collection an. Importiere Deine CSV- oder Excel-Datei mit der Company-Liste.
Du brauchst nur eine Spalte mit den Website-URLs. Wenn Du weitere Daten wie Firmennamen oder E-Mails hast, lass sie drin – das Tool verarbeitet die komplette Zeile.
Schritt 2: Status Checker öffnen
Klicke auf „Enrich“ und suche in der Library nach „Website Status & Parked Domain Checker“.
Dieses Enrichment verbindet sich mit dem Internet und prüft jede Website live.
Schritt 3: Einstellungen konfigurieren und Website-Spalte zuordnen
Schau Dir zuerst die Optionen an. Du siehst eine Proxy-Einstellung. Standardmäßig steht sie auf „Retry with proxy on protected status“.
Lass das aktiviert. Das ist extrem hilfreich bei modernen Company-Websites. Wenn eine Seite den ersten Check blockt (z. B. mit 403 Forbidden), versucht das Tool automatisch erneut über einen Premium-Proxy, um den echten Status zu bekommen.
Danach mappe Deine Daten: Wähle die Spalte aus Deiner Datei, in der die Website-URLs stehen.
Wenn Deine URLs unaufgeräumt sind (z. B. ohne „http“ oder „www“), ist das kein Problem. Das Tool versucht unabhängig vom Format zu verbinden.
Schritt 4: Outputs auswählen
Entscheide, welche Daten Du speichern willst. Wir empfehlen, alle Outputs hinzuzufügen – jeder liefert zusätzlichen Kontext.
- Website Status ist die wichtigste Spalte.
- Final URL zeigt Dir Weiterleitungen.
- Error Message und HTTP Status Code helfen Dir, „Unreachable“ besser zu verstehen.
Schritt 5: Instant Run öffnen
Du musst nicht direkt die komplette Datei „blind“ durchlaufen lassen. Nutze „Instant Run“, um die Einstellungen zuerst zu testen.
Schritt 6: Mit einer Stichprobe testen
Starte den Check für die ersten 10 Einträge. Das spart Credits und stellt sicher, dass Dein Mapping passt.
Wichtig
Aktiviere „Run in Async“, wenn Du mehr als ein paar hundert Websites prüfen willst.
Das Tool verarbeitet die Zeilen in Echtzeit.
Schritt 7: Ergebnisse prüfen und skalieren
Schau Dir die Resultate in Deiner Tabelle an – vor allem die Spalte „Website Status“.
Wenn dort „Online“ steht, ist die Firma aktiv. Wenn dort „Redirected“ steht, ist die Firma auf eine neue Domain umgezogen. Wenn dort „Parked“ oder „Unreachable“ steht, hast Du einen Dead Lead identifiziert.
Wenn alles passt, klicke auf „Run on remaining items“, um die komplette Datenbank zu verarbeiten.
Ergebnisse richtig interpretieren
So gehst Du mit Redirects um
Companies machen oft ein Rebranding. Wenn eine URL weiterleitet, zeigt Dir die Spalte Final URL die neue Adresse. Aktualisiere Dein CRM mit der neuen Domain. Das senkt oft direkt die Bounce-Rate, weil alte E-Mail-Domains nach einem Rebranding häufig nicht mehr funktionieren.
Geparkte Domains erkennen
Der Status „Parked“ ist ein starkes Signal, dass das Business eingestellt wurde. Der Owner zahlt nicht mehr für Hosting/Domain, und der Registrar ersetzt die Seite durch Ads. Entferne diese Einträge sofort aus Deinen Outreach-Listen.
Unreachable: Was das wirklich heißt
„Unreachable“ bedeutet: Verbindung fehlgeschlagen. Das kann temporär sein – oder der Server ist wirklich tot. Wenn Du Scraped Data bereinigst, wirst Du davon meistens eine ganze Menge finden.
Fazit
Website-Status zu prüfen ist der schnellste Weg, um eine Company-Liste zu validieren. Du entfernst Ballast, findest Rebranding-Chancen und fokussierst Dich auf Unternehmen, die wirklich existieren.
Use Cases
CRM Hygiene
Lass Deine komplette Customer Base quartalsweise durch diesen Check laufen. Markiere Accounts mit toten Websites für Dein Account-Management-Team. So können sie prüfen, ob der Kunde wirklich weg ist – oder nur die Hosting-Rechnung vergessen hat.
Prospect-Listen bereinigen
Bevor Du eine Liste in Dein Sales-Engagement-Tool lädst, verifiziere die Websites. Wenn Du tote Companies rausfilterst, schützt Du Deine Domain Reputation. Du vermeidest E-Mails an nicht existierende Server. Dazu passt auch unser Guide zu data cleaning.
Rebrandings früh erkennen
Nutze den Status Redirected, um Firmen zu finden, die Namen oder Domain gewechselt haben. Wenn company-a.com jetzt auf holding-group-b.com zeigt, ist das wertvolle Intelligence. Du kannst die Übernahme oder das Rebranding in Deinem Cold Outreach direkt referenzieren.
FAQ
Besucht das Tool die Website wirklich?
Ja. Das Tool macht einen echten HTTP-Request zur URL, prüft die Response und analysiert Inhalte der Seite.
Kann es geparkte Domains erkennen?
Ja. Es erkennt typische Parking-Pages von Registraren wie GoDaddy oder Namecheap, u. a. über DNS-Signale und Page Titles.
Was, wenn die Website Bots blockiert?
Das Tool regelt das automatisch. Die Einstellung „Retry with proxy“ sorgt dafür, dass bei einer Blockade im ersten Check (meist 403) ein zweiter Versuch über einen Residential Proxy läuft. So kannst Du auch aktive Websites verifizieren, die automatisierte Scraper normalerweise aussperren.










